12
Jun
2007

bis zu den stellen

bis zu den stellen
als wir begannen zu wanken

die leidensmienen der anderen
wir durchbrachen sie nicht
wir sagten nur
um glücklich zu werden
muss man die stellen kennen
in der die trauer wächst

ein schatten von dir
oder nur ein gedanke
es könnte plötzlich tag sein
und hinter den windstillen orten
ruft einer deinen namen

und dieser eine
bin ich
und dein name
trägst du
nicht wie ein floskel
nicht wie etwas dass man in die hand nehmen muss
sondern etwas
dass man einen anderen gibt
damit er dich rufen
und du ihnen erkennen kannst

herr m wartet

fremder rief herr m zu dem fremden
der fremde ging zu ihm
was willst du fragte er
der fremde hatte eine gitarre im mund
er fragte herr m was er wolle
herr m rief nach dem fremden
der fremde ging zu ihm
und fragte
was willst du
was willst du alter mann
soll ich deine scheiben putzen zuhause
damit du aus dem inneren in die weiten fernen des lichts sehen kannst
damit du endlich glaubst
das leben sei glasschichtig bewachsen
ganz grün bist du
als hättest du billge wurst ausgesucht
sie zur kasse getragen
und bezahlt
und alle schauten dich an
als wäre diese schreckliche wurst für deinen hund

herr m lächelte
er sagte zu dem fremden
setz dich fremder
und erzähl mir von der fremde
wie geht es zu dort draußen
was macht die fremde
geht es der fremden gut

ja
sagte der fremde
ja der fremden geht es gut
und das wir
uns nicht verstehen
ich meine
das wir uns beide nicht verstehen
was ist schlimm daran
nichts ist schlimm daran
wir fallen ja trotzdem auf den selben dreck rein
das ist unsere größte verständigung nicht wahr
und er kicherte und suchte seine gitarre
die er wohl doch nicht verschluckt hatte
wie einige meiner leser annahmen

auch du

warst auch du nicht
eines tages mal ein hund
warst sauer und voll angst
wenn nichts im fressnapf lag
standest auf;den horizont als streitpunkt
ging es dir nicht auch einmal schlecht
zwischen den kaufräuschen
und den geschlossenen anstalten
schrittest wie ein neugeborener
hin und her
was ist
die zeit ist eine ewigkeit zu kurz
der traum hört nicht auf sich aufzulösen
war da nicht auch dein gesicht
im blassen moment einer freude
begannst du noch ehe es abwärts ging
glücklich zu sein

der luft den gar aus machen

in ihren augen zimmert sie sich eine kirche für ein gebet
sie möchte ein stummer schrein sein
einen schrank dafür hat sie schon

auch an den ungraden stellen
so licht wie der zeuge
der gegen sich selbst aussagt

brennbares material
dazwischen tropfen
tiefer einschnitte

sie weiß dass man viel
kosten muss
um zu existieren

tina dankt dem schöpfer an den
sie nicht glaubt
für den hunger
der sie an manchen tagen
wie eine fessel bekniet
zu bleiben

in ihren augen fliegen
windmühlen umher
wie losgelöstes
man muss schon ein schraubenzieher sein
um daran zu drehen
logo

Ich trockne meine Zeilen ab

Free Text (5)

Suche

 

Counter

Meine Schätze



Steven Galloway
Der Cellist von Sarajevo


Thomas Pynchon
Gegen den Tag


Elfriede Jelinek
Die Kinder der Toten.


Leo N. Tolstoi, Leo N. Tolstoj, H. Röhl
Anna Karenina


Salman Rushdie, Karin Graf
Mitternachtskinder.


Gertrude Stein, Franz E. Walther
Die Welt ist rund


Gabriel García Márquez, Curt Meyer-Clason
Hundert Jahre Einsamkeit.






Michail Bulgakow, Ralf Schröder, Thomas Reschke
Der Meister und Margarita.


Thomas Bernhard
Auslöschung. Ein Zerfall.



Fjodor M. Dostojewski, Hans Ruoff, Richard Hoffmann
Die Brüder Karamasow


Marcel Proust, Luzius Keller, Sibylla Laemmel, Eva Rechel-Mertens
Auf der Suche nach der verlorenen Zeit 1-7


Archiv

Juni 2007
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 5 
 
 

Raymond Queneau
Blaue Blume
christine lavant
das summerische tagebuch
Der magische Realismus
der zwirnvogel
Die Bearbeitung des Heizstuhles (Gedichte in verschiedenen Fassungen)
Die schönsten Gedichte der Welt
eine frau
erinnern
Frühstück im freien
Gregor Samsas Krabbelgedichte
Heinz
Mein kleines Tagebuch
Meine DichterInnen
Strichmännchen
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren

kostenloser Counter