27
Jan
2008

Der Heinz

heinz1



Sannas Heinz!!! Vielen Dank

etwas vergisst der tag

es war nachmittag
und sie hatte den ganzen
morgen im zug geseßen
sie hätte beinah geweint
denn ihr fielen die probleme der welt in die hände
zustände die man nicht beschreiben konnte
das war wirklich nicht lustig ehrlich
und wenn ich in ihrer haut stecken würde
ich wäre längst ausgestiegen aus dieser story
aber nun kam schon der wendepunkt
denn er hatte ihr abteil erreicht
er setzte sich ohne zu fragen
sie starrte nach draußen
ihre augen leuchteten als sie ihn ansah
sie dachte
das ist ja mein ehemann
der lange gesuchte tim
sie fragte ihn wie er hieß
und er sagte
tim
sie kicherte
was für ein verrücktes spiel
ja
es war ein verrücktes spiel
wir sitzen im falschen abteil
sagte er
mit einem satz stand er auf
und ging an ihr vorüber

wortlos rief jemand nach ihr
das war gestern
gestern sah sie sich nach ihm um
die abendstunden drehten kreise
schaum fiel von seinen lippen
das war das bier
das jetzt lachend aus ihm tropfte
er hoffte es würde ihr gefallen
aber es gefiel ihr nicht
und doch wurden sie ein paar

das war die geschichte
von strauchel und steffi
steffi ging zu tim
um sie ihm zu erzählen
aber tim wollte sie gar nicht hören
er stellte sich gerade vor
steffi hätte das alles nicht gesagt
und dieses jetzt sinnlose
ich liebe dich
wäre nicht in seinem mund hängengeblieben

ein augenwort


irgendwann bist du weg
gehst ein paar schritte weiter
raus aus dem kopf

vergisst bald dass du weggegangen bist

da sind die längst verlassenen sätze
die man gar nicht verlassen kann
die immer noch an den stellen stehen
wo du sie sitzen gelassen hast
die nicht mehr angesehen werden
und wenn
verstehst du sie nicht mehr

erinnerungen (2)

der alte mann geht holprig
ein zahn wackelt
aber es ist nicht seiner

er kann das gras wachsen hören
jemand schleudert seine augen in eine richtung

seine hände sehen aus
als würden sie
zu einem gebet gehen

in seinen augen ist es fad
da kleben erinnerungen
die der staub vergessen hat

seine schritte werden
ruhiger
seine nächte
sind nicht mehr besinnungslos

er hat seine augen
lange danach abgesucht
ob es da noch etwas gibt
das sich zu betrachten lohnt

er ist fündig geworden
und gibt diesen fund ab
weil er ihn ja doch
nicht vergessen kann
löscht er das licht
und vergräbt diese stille
in seine erinnerung

erinnerungen (1)

da lief meine tante über die strasse
und lächelte
sie machte sich immer sorgen
diese tante
und trotzdem lächelte sie

sie lächelte weil sie die augen beinah nicht aufbekam
vor lauter sorgen
sie machte sich sorgen
diese tante
und trotzdem lächelte sie

da war ein hektisches beginnen
da war das wort fußstreifen
da waren diese nächte
und manche brachten sie um

manchmal saß ich schief
auf der fensterbank
und beobachtete die ameisen die aus der ferne nach meiner tante riefen

die luft war rauh
und clown war ein seltsames wort
man konnte es in den mund nehmen
ohne es so zu meinen
man konnte die luft sehen
die aufstieg
die den himmel versenkte
mit einem lachen
dieser taube himmel
der nicht einmal den schnee hört
wenn er die erde berührt
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Ich trockne meine Zeilen ab

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