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Ein Männchen auf der Theke
*er prostet ihm zu
dem nächsten getränk
das aus irgendeinem winkel der welt herbeieilt
sich austrinken lässt
überschäumend
den nicht vorhandenen bart kitzelt
überschäumend
ein blendwerk
er wählt die nächste lüge selbst aus
wenn sie wieder anfängt vom gehen zu reden
wird er auf der theke sitzen
wartend wie ein blauer stiefel
wird er ihr sagen
es gibt nichts dümmeres als die liebe
und sie
wie klug du manchmal bist
ganz unsagbar klug
er prostet den vereinigten staaten von amerika zu
peru und london
er weiß dass er jetzt in paris sitzen könnte
in einem roten t-shirt
und einem himmel der nicht mehr betrachtet werden will
er hat es einfach satt
so vollkommen
dass man nicht einmal sieht
wie sich das blau aus seinem gedächtnis verliert
und er
den blick auf das nächste getränk
das gleich durch die türe kommen wird
da greift er danach
als könnte man es dadurch fassen; das leben
das unförmige leben
das alles wie ein himmel durchschaut
das kratzen der linien
die geräusche die in einem leeren glas sind
das helle anlitz einer türe
noch verschwindet das ankommen
aber schon bald taucht es auf
*= vielen dank bei Katja für diese großartige Zeichnung
Sturznest - Do, 28. Feb, 18:24



















