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    <title>Die unsichtbaren Schritte (Wörter sind Zahlen ohne Uniform)</title>
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    <description>Wörter sind Zahlen ohne Uniform</description>
    <dc:publisher>Sturznest</dc:publisher>
    <dc:creator>Sturznest</dc:creator>
    <dc:date>2009-11-06T08:22:40Z</dc:date>
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    <title>Die unsichtbaren Schritte</title>
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  <item rdf:about="http://sturznest.twoday.net/stories/da-sitzt-einer-und-faellt-in-die-stadt/">
    <title>Da sitzt einer und fällt in die Stadt</title>
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    <description>notizen in die stunden werfen&lt;br /&gt;
schalentiere blicken akrobatisch auf die dinge&lt;br /&gt;
in die dinge&lt;br /&gt;
sie brechen mit den dngen aus&lt;br /&gt;
sie suchen das weite&lt;br /&gt;
das weite sucht sie &lt;br /&gt;
kleine ringe unter den nasen&lt;br /&gt;
die augen so weit&lt;br /&gt;
schon fast da&lt;br /&gt;
die zunge zu den anderen&lt;br /&gt;
zu den anderen geschichten&lt;br /&gt;
das hat gewicht&lt;br /&gt;
dort können sie sitzen &lt;br /&gt;
und warten&lt;br /&gt;
bis sie wieder an der reihe sind&lt;br /&gt;
sind aber nicht wieder reihe&lt;br /&gt;
wissen sie nicht&lt;br /&gt;
können sie&lt;br /&gt;
wollen sie nicht wissen&lt;br /&gt;
sitzen da&lt;br /&gt;
reden über die alte zeit&lt;br /&gt;
kochen spuren in vergangenes&lt;br /&gt;
sagen die sehnsucht ist abgefallen&lt;br /&gt;
die mützen waren zu schwer&lt;br /&gt;
es ist alles gelogen&lt;br /&gt;
aber das erkennen sie nicht&lt;br /&gt;
das können sie nicht&lt;br /&gt;
das wollen sie nicht erkennen&lt;br /&gt;
da sitzt einer und schaut sich in die quere&lt;br /&gt;
der mund ist voller nester&lt;br /&gt;
wozu die wohl taugen&lt;br /&gt;
er füllt die augen damit aus&lt;br /&gt;
das sprachlose fällt ins netz&lt;br /&gt;
die nacht fällt in den morgen &lt;br /&gt;
ohne es zu bemerken&lt;br /&gt;
wie kläglich die ohnmacht ist&lt;br /&gt;
wenn sie von uns abfällt&lt;br /&gt;
all die leichen deren trost wir nicht mehr erkennen&lt;br /&gt;
ein sichtbares ICH das nach luft ringt&lt;br /&gt;
vielleicht vergessen wir alles wieder&lt;br /&gt;
und fangen von neuen damit an&lt;br /&gt;
spuren zu vernichten&lt;br /&gt;
die nächte zu akzeptieren&lt;br /&gt;
der neugier die schritte beizubringen&lt;br /&gt;
und alles zu erkennen was da ist&lt;br /&gt;
was keinen nutzen hat&lt;br /&gt;
nur einfach da für den rest eines tages&lt;br /&gt;
für mehr reicht nichts&lt;br /&gt;
nicht einmal die nacht&lt;br /&gt;
von der wir manchmal glauben&lt;br /&gt;
wir hätten das wirklich erlebt</description>
    <dc:creator>Sturznest</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Sturznest</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-06T08:11:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sturznest.twoday.net/stories/lyrik-im-netz/">
    <title>Lyrik im Netz</title>
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    <description>dünn der faden</description>
    <dc:creator>Sturznest</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Sturznest</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-05T17:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sturznest.twoday.net/stories/das-loch-im-mittelkreis/">
    <title>das Loch im Mittelkreis</title>
    <link>http://sturznest.twoday.net/stories/das-loch-im-mittelkreis/</link>
    <description>(für Dich und so)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unberufene&lt;br /&gt;
mit wilden pfauenblick&lt;br /&gt;
nicken pfoesterisch&lt;br /&gt;
nicken seilwärts&lt;br /&gt;
nicken pfeifenförmig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
rasselbändg&lt;br /&gt;
rasseln ratsam&lt;br /&gt;
zeichnen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
allein geboren&lt;br /&gt;
zwischen zwei stunden&lt;br /&gt;
die augen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schmal die nacht&lt;br /&gt;
die luft zerschneiden&lt;br /&gt;
die versöhnung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu kurz das stehen&lt;br /&gt;
das verlassen&lt;br /&gt;
das vergessen&lt;br /&gt;
morgen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die betrachtung in der nacht&lt;br /&gt;
sich sehen&lt;br /&gt;
wie einen anderen&lt;br /&gt;
sich sehen</description>
    <dc:creator>Sturznest</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Sturznest</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-05T15:57:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sturznest.twoday.net/stories/nein/">
    <title>Nein</title>
    <link>http://sturznest.twoday.net/stories/nein/</link>
    <description>ob ich verheiratet bin &lt;br /&gt;
wollte der hund wissen&lt;br /&gt;
ich wusste nicht was ihm das anging&lt;br /&gt;
es ist wegen der statistik&lt;br /&gt;
sagte er&lt;br /&gt;
von weitem konnte man jungs&lt;br /&gt;
gegen den ball treten&lt;br /&gt;
die jungs waren so ungefähr sechzig jahre alt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
warum sagen sie nicht einfach&lt;br /&gt;
ja oder nein&lt;br /&gt;
sagte ein mann hinter mir&lt;br /&gt;
er trug einen roten hut&lt;br /&gt;
und hatte irgendeinen antrag für den denkmalschutz in der hand&lt;br /&gt;
er roch nach pfeife und seine augen rutschten ständig hin und her&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aber wozu will ein hund wissen ob ich verheiratet bin oder nicht&lt;br /&gt;
fragte ich den mann&lt;br /&gt;
der mann sagte&lt;br /&gt;
es ist nun mal sein beruf&lt;br /&gt;
heutzutage müssen auch die hunde ran&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aber es gibt doch ohnehin kaum arbeit&lt;br /&gt;
wozu müssen hunde etwas tun&lt;br /&gt;
was sie und ich genauso tun könnten&lt;br /&gt;
nur wir wären wenigstens glücklich&lt;br /&gt;
weil wir arbeit hätten&lt;br /&gt;
aber sehen sie sich diesen hund an&lt;br /&gt;
ist das noch ein hund&lt;br /&gt;
er starrt uns an als müsste er sich an richtlinien halten&lt;br /&gt;
ist dass die natur des 21 jahrhunderts</description>
    <dc:creator>Sturznest</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Sturznest</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-05T14:13:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sturznest.twoday.net/stories/mehrbrunn/">
    <title>Mehrbrunn</title>
    <link>http://sturznest.twoday.net/stories/mehrbrunn/</link>
    <description>der traum war schon da noch ehe ich einschlief&lt;br /&gt;
als ich einschlief &lt;br /&gt;
weckte mich der traum&lt;br /&gt;
ich ging mit dem traum durchs zimmer&lt;br /&gt;
ich legte meine finger auf ein buch&lt;br /&gt;
ich sammelte meine augen ein&lt;br /&gt;
und fing an zu lesen&lt;br /&gt;
während ich las hörte ich jedes&lt;br /&gt;
umblättern mit einer deutlichkeit&lt;br /&gt;
die an das erste erwachen erinnerte nachdem&lt;br /&gt;
man es tatsächlich wagte&lt;br /&gt;
die ersten versandkataloge zu bestellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der traum war noch nicht vorbei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein mal im jahr trafen sich&lt;br /&gt;
die verlassenen am dorfplatz&lt;br /&gt;
dort standen sie um einen brunnen den es nicht gab&lt;br /&gt;
sie warfen ihre augen hinein&lt;br /&gt;
danach sahen sie sich an wie nie gesehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
beim erwachen war nicht nur die spur verschwunden&lt;br /&gt;
das buch lag im regal und wartete darauf dass ich&lt;br /&gt;
es berührte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein mal im jahr lag das vergessen auf der strasse&lt;br /&gt;
die beziehungen die ihnen folgten&lt;br /&gt;
folgten ihnen mit grauen spitzen bärten&lt;br /&gt;
die nacht die sich anschickte&lt;br /&gt;
ihnen kleine briefe zuzustecken&lt;br /&gt;
flüsterte ihnen schritte ins ohr&lt;br /&gt;
als sie diese ausprobierten&lt;br /&gt;
weckte mich der traum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf dem weg zum bücherregal&lt;br /&gt;
fand ich auf dem boden eine grüne olive&lt;br /&gt;
die mich wie eine auge ansah</description>
    <dc:creator>Sturznest</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Sturznest</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-05T10:13:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sturznest.twoday.net/stories/vielbrunn/">
    <title>Vielbrunn</title>
    <link>http://sturznest.twoday.net/stories/vielbrunn/</link>
    <description>als hätten wir niemals woanders geseßen&lt;br /&gt;
kirschgarten sagtest du&lt;br /&gt;
du nahmst seine hand&lt;br /&gt;
du schautest mich an&lt;br /&gt;
da rauschten die langen bärte nachhause&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als hätten wir nie woanders geseßen&lt;br /&gt;
zwischen dem teilzeitsuff der&lt;br /&gt;
mittelstandsalkoholiker&lt;br /&gt;
an den bäumen hingen ihre augen&lt;br /&gt;
sie trauten der ferne nicht&lt;br /&gt;
deshalb hingen sie da&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
es war die nachtigall die in diese tiefe sah&lt;br /&gt;
da waren worte&lt;br /&gt;
wir sahen sie an&lt;br /&gt;
wie etwas dass uns sehr nah war&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
alles was wir hing in den seilen&lt;br /&gt;
da trieben schiffe ab&lt;br /&gt;
da wurden matrosen sehr redselig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da lag die verwundung im schatten&lt;br /&gt;
und sie tat nicht mehr weh&lt;br /&gt;
jetzt&lt;br /&gt;
wo sie niemand mehr sehen konnte</description>
    <dc:creator>Sturznest</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Sturznest</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-04T18:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sturznest.twoday.net/stories/der-anfang-eines-romanes/">
    <title>Der Anfang eines Romanes</title>
    <link>http://sturznest.twoday.net/stories/der-anfang-eines-romanes/</link>
    <description>&lt;b&gt;&quot;Als der kam&quot;&lt;br /&gt;
&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damals.&lt;br /&gt;
Er verteilte die Brote.&lt;br /&gt;
Er war nicht besonders großzügig.&lt;br /&gt;
die Züge, rief er,&lt;br /&gt;
er wusste es,&lt;br /&gt;
sie fuhren in diese Richtung.&lt;br /&gt;
Er stieg nicht ein.&lt;br /&gt;
Er hatte diesen Roman in den Händen.&lt;br /&gt;
Der Schaffner fragte ihn danach.&lt;br /&gt;
Er wollte nicht antworten.&lt;br /&gt;
Er stieg ein.&lt;br /&gt;
Das war lange her erzählte er.&lt;br /&gt;
Er nahm das Brot.&lt;br /&gt;
Er verteilte es.&lt;br /&gt;
Er fragte: was ist Literatur?&lt;br /&gt;
Er setzte sich in ein Abteil.&lt;br /&gt;
Eine Frau mit einem Megaphon in den Händen saß da und knabberte an Salzstangen.&lt;br /&gt;
Er las dieses Buch.&lt;br /&gt;
Der Schaffner kam.&lt;br /&gt;
Was lesen sie da, fragte der.&lt;br /&gt;
Die Frau zückte ihre Fahrkarte.&lt;br /&gt;
Sie sprach ein paar Worte durchs Megaphon.&lt;br /&gt;
Er hatte die Worte wieder vergessen.&lt;br /&gt;
Er blickte in die Augen der Frau die er besuchen würde, er fand darin nichts worüber man reden konnte.&lt;br /&gt;
Es waren dumme Zeiten, sagte er und verteilte das Brot.&lt;br /&gt;
Er verteilte es hochmässig, gerade so als wären wir von ihm abhängig.&lt;br /&gt;
Er redete von dieser Frau. Er redete gerne von den Frauen. Frauen kamen ihn alle vor, wie eine andere Ordnung, sie brachten das Leben, hätte er beinah gesagt.&lt;br /&gt;
Sie strich sich übers Haar, sie hielt das Megaphon fest. Vielleicht glaubte sie noch an die Revoluton. Er sah sie an, in ihren Augen war noch alles.&lt;br /&gt;
Sein Traum war verschwunden, man hatte zu fest an ihm gerüttelt.&lt;br /&gt;
&quot;Antunes&quot; sagte er zum Schaffner, der in die Luft sah, der in die Luft sah ob da irgendein Punkt war.&lt;br /&gt;
Ich lese Antunes, sagte er und er sagte es eher zu ihr als zu ihm, aber er nahm es auf, saugte es ein, er hielt den Namen fest. &lt;br /&gt;
Er verteilte das Brot.&lt;br /&gt;
Wir riefen selten seinen Namen.&lt;br /&gt;
Wir wollten auch seine Geschichten nicht hören. Aber manchmal wenn es uns langweilig war....&lt;br /&gt;
Er saß damals in unserer Küche. Wir wussten gleich dass er von ihr kam, weil in seinen Augen Gedichte von Lorca schwammen, weil sie in seinen Augen die Brote schnitt die wir später essen würden.&lt;br /&gt;
Wir lachten darüber.&lt;br /&gt;
Uns kamen diese Liebesgeschichten allesamt idiotisch vor, sie waren es auch,&lt;br /&gt;
aber es lohnte sich,&lt;br /&gt;
es lohnte sich in diesen Worten zu suchen, was man in seinen Augen nicht sehen, nicht begreifen konnte.&lt;br /&gt;
Einmal hatte er sie gemalt.&lt;br /&gt;
Er malte streng und schlecht zugleich.&lt;br /&gt;
Wir forderten ihn auf eine Andere zu malen, er malte eine Andere, sie sah genauso aus.&lt;br /&gt;
Wir aßen das Brot, wir nahmen uns jedes Mal vor ihn hinterher hinauszuwerfen, er passte nicht zu uns, aber wir schafften es nicht, er war der Einzige der in das Brot schneiden konnte, ohne dass es wehtat.</description>
    <dc:creator>Sturznest</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Sturznest</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-04T13:26:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sturznest.twoday.net/stories/die-macht/">
    <title>Die Macht</title>
    <link>http://sturznest.twoday.net/stories/die-macht/</link>
    <description>heute blicken sie mich an&lt;br /&gt;
kratzen mit den augen&lt;br /&gt;
stolpern über brüchige zeilen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sie betrachten sich bereits wie frau und mann&lt;br /&gt;
sie warten nur noch auf mein ja-wort&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sie hellen den stift auf&lt;br /&gt;
der austrocknet&lt;br /&gt;
bis sie bemerken dass ich dies gedicht nicht mit dem stift schreibe&lt;br /&gt;
wird ihre liebe verschwunden sein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dann sollen sie heiraten&lt;br /&gt;
sich ansehen&lt;br /&gt;
wie metzgersfrauen die suppe ansehen&lt;br /&gt;
kurz bevor sie hineinspucken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aber nein&lt;br /&gt;
nein&lt;br /&gt;
nein nein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sie werden glücklich&lt;br /&gt;
tauschen die haare&lt;br /&gt;
die bürsten&lt;br /&gt;
wechseln die worte&lt;br /&gt;
wie ein stehen sieht es aus wenn sie liegen&lt;br /&gt;
und sie liegen oft&lt;br /&gt;
besonders&lt;br /&gt;
wenn sie stehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sie umkreisen alles&lt;br /&gt;
schatten orte und niederlagen&lt;br /&gt;
sie verlangen nichts &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sie lachen jede finsternis weg&lt;br /&gt;
sie die schon lange verschwunden sind&lt;br /&gt;
entfernen alles&lt;br /&gt;
was zurückkommen will&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das gähnen verschwindet&lt;br /&gt;
sie tauchen ein in das große naschwerk der liebe&lt;br /&gt;
sie hören einen vogel zwitschern im flug&lt;br /&gt;
sie hören die nachbarin nach ihren kindern rufen&lt;br /&gt;
die kinder wollen keine jacken tragen&lt;br /&gt;
für sie sind jacken viel zu sehr in der welt</description>
    <dc:creator>Sturznest</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Sturznest</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-04T06:23:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sturznest.twoday.net/stories/frueher/">
    <title>früher...</title>
    <link>http://sturznest.twoday.net/stories/frueher/</link>
    <description>...schickte mich mein vater flaschenbier holen&lt;br /&gt;
ich schleuderte die leeren flaschen gegen den mond&lt;br /&gt;
ich sah auf die leidenden fassaden der stadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
manchmal stellte ich mir vor an einem zoo vorbeizugehen&lt;br /&gt;
ein giraffe schließe die tür und ich frage sie&lt;br /&gt;
wie geht es den zebras und die giraffe schließt die augen kurz und geht von dannen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich schleudere die pfandflaschen gegen den mond&lt;br /&gt;
das einzige was zerbrechlich ist ist meine hoffnung&lt;br /&gt;
denn als ich zurückging hatte es wieder nicht für eine lakritzschnecke gereicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wieder stellte ich mir vor ich ging am zoo vorbei&lt;br /&gt;
zwei zebras starren in meine richtung&lt;br /&gt;
sie fragen mich nach dem schnee und dem morgen&lt;br /&gt;
sie fragen mich nach der abwesenheit und ich sage&lt;br /&gt;
es ist alles noch da&lt;br /&gt;
da drehen sie sich um und sind schon verschwunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich ging nach hause&lt;br /&gt;
erntete nichts&lt;br /&gt;
es gab dort nichts zu ernten&lt;br /&gt;
mein vater schlief auf der couch&lt;br /&gt;
wenn er erwachte nahm er sich das flaschenbier &lt;br /&gt;
öffnete und trank&lt;br /&gt;
während ich auf einen punkt starrte den es schon lange nicht mehr gab</description>
    <dc:creator>Sturznest</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Sturznest</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-03T19:23:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sturznest.twoday.net/stories/zu-den-pausen/">
    <title>zu den pausen</title>
    <link>http://sturznest.twoday.net/stories/zu-den-pausen/</link>
    <description>anstatt wie die anderen backsteine zu sammeln&lt;br /&gt;
nahm ich zwei regenwürmer&lt;br /&gt;
steckte sie in eine leere streichholzschachtel&lt;br /&gt;
und versprach ihnen ein gutes leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich ging mit ihnen in mein zimmer&lt;br /&gt;
legte sie auf die fensterbank&lt;br /&gt;
fragte mich: ob sie einander erkannten&lt;br /&gt;
ob sie freundschaft schlossen für ein ganzes verdammtes leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sie krochen unentwegt herum&lt;br /&gt;
ohne dass es wie eine bewegung aussah&lt;br /&gt;
ich stellte blätter dort und da hin&lt;br /&gt;
aber sie wollten sie nicht sehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich versuchte sie zu überzeugen&lt;br /&gt;
aber dann ging die türe&lt;br /&gt;
rudi war gekommen und fragte mich ob ich lust hätte&lt;br /&gt;
das bellen der hunde zu verpassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
natürlich hatte ich dazu lust&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als ich wieder nachhause kam waren sie verschwunden&lt;br /&gt;
oder sie waren noch da&lt;br /&gt;
bloß zu erkennen waren sie nicht mehr</description>
    <dc:creator>Sturznest</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Sturznest</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-03T18:47:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sturznest.twoday.net/stories/ich-schreibe-ein-gedicht-fuer-anne-sexton/">
    <title>Ich schreibe ein Gedicht für Anne Sexton</title>
    <link>http://sturznest.twoday.net/stories/ich-schreibe-ein-gedicht-fuer-anne-sexton/</link>
    <description>immer war aschenputtel zu jung&lt;br /&gt;
dabei hatte sie einen appetit&lt;br /&gt;
sie liebte das wort vorfahre&lt;br /&gt;
sie fuhr so gerne vor&lt;br /&gt;
zumal in der nacht&lt;br /&gt;
wenn sie die kastanien von den ameisen trennte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sie dachte für eine sekunde zu lang&lt;br /&gt;
ich geh jetzt zum hof und frage den prinzen&lt;br /&gt;
ob er lachen kann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
übers strahlende meer glitt sie ins bodenlose&lt;br /&gt;
was ist dichtung fragte sie&lt;br /&gt;
ihr haar spannte sich aus&lt;br /&gt;
es wurde zurückgekämmt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die türen waren verschlossen&lt;br /&gt;
und aschenputtel dachte&lt;br /&gt;
wenn ich es schaffe bis zum prinzen zu gelangen&lt;br /&gt;
werde ich ihn fragen ob er lachen kann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
leise war der gang der wachleute&lt;br /&gt;
sie hatten giftige patronen in ihren mündern&lt;br /&gt;
sie schossen auf alles was scharf war&lt;br /&gt;
und aschenputtel war scharf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als man auf sie schoss&lt;br /&gt;
war sie gerade siebzehn geworden&lt;br /&gt;
sie trennte ameisen von kastanien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in ihrem blick stand alles geschrieben&lt;br /&gt;
und trotzdem klopften die augen des prinzen&lt;br /&gt;
in ihrer umarmung von der sie nachts träumte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
küsse eines feindlichen körpers&lt;br /&gt;
sie wollte einen schritt nach hinten gehen&lt;br /&gt;
sie stellte sich vor&lt;br /&gt;
sie selbst käme durch die türe hinein&lt;br /&gt;
und blies ein gedicht von anne sexton ins zimmer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein pfeifchen; eine leise trommel&lt;br /&gt;
ein wort&lt;br /&gt;
komm setz dich hin und schreib es auf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
anne sexton wartet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die augen gestrichen&lt;br /&gt;
die metaphern glänzen wie auf dem grill&lt;br /&gt;
es ist irgendeine feier&lt;br /&gt;
aber aschenputtel sitzt zuhause&lt;br /&gt;
die ameisen kämpfen um jede kastanie&lt;br /&gt;
aber sie wird obsiegen&lt;br /&gt;
sie braucht die ameisen doch nur anlächeln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein zaghaftes licht&lt;br /&gt;
eine grimasse&lt;br /&gt;
banknoten in den falschen gegenden&lt;br /&gt;
der ruf der augen&lt;br /&gt;
die worte übers meer&lt;br /&gt;
wie sie abgleiten&lt;br /&gt;
so leise&lt;br /&gt;
so zart&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da stand sie vor dem hof&lt;br /&gt;
jeden morgen kehrt ihn jemand&lt;br /&gt;
und der prinz&lt;br /&gt;
er lauscht diesen worten&lt;br /&gt;
er setzt sich ans fenster und&lt;br /&gt;
fällt in das sehen hinein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das war gestern&lt;br /&gt;
da standen die türen noch auf&lt;br /&gt;
heute klingt alles nach&lt;br /&gt;
den nächten&lt;br /&gt;
die hinabgleiten&lt;br /&gt;
bis an die spitze eines berges&lt;br /&gt;
und wirklich&lt;br /&gt;
sie kommt nicht mehr zurück</description>
    <dc:creator>Sturznest</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Sturznest</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-02T17:43:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sturznest.twoday.net/stories/der-verwirrte/">
    <title>Der Verwirrte</title>
    <link>http://sturznest.twoday.net/stories/der-verwirrte/</link>
    <description>der verwirrte stand neben dem zug&lt;br /&gt;
er las in der abendpostnachtausgabe&lt;br /&gt;
der schaffner kaute an fahrkarten&lt;br /&gt;
es roch nach sperrholz&lt;br /&gt;
nach zitronen&lt;br /&gt;
nach abgedeckten mänteln&lt;br /&gt;
nach slivovitz&lt;br /&gt;
es roch nach abgetrennten orten&lt;br /&gt;
hühner die ohne kopf alles klar sahen&lt;br /&gt;
es roch nach soldaten&lt;br /&gt;
nach dunklen französischen broten&lt;br /&gt;
da rannten gestalten umher&lt;br /&gt;
er rief&lt;br /&gt;
stalin ist tot&lt;br /&gt;
niemand billigte es&lt;br /&gt;
alle griffen nur nach ihren hüten&lt;br /&gt;
als hätten sie darunter ein geheimnis versteckt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(dieses gedicht habe ich 1961 geschrieben, also ein jahr vor meiner geburt)</description>
    <dc:creator>Sturznest</dc:creator>
    <dc:subject>an der lahnbrücke</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Sturznest</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-02T07:26:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sturznest.twoday.net/stories/jo-liest-elke-traeumt/">
    <title>Jo Liest Elke träumt</title>
    <link>http://sturznest.twoday.net/stories/jo-liest-elke-traeumt/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;267&quot; alt=&quot;das&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Sturznest/images/das.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Draußen regnete es, der Regen berührte das  Küchenfenster, ruhte sich aus, ließ sich von anderen Tropfen berühren, während man irgendwo dort draußen verschwand, hinter dunklen Wänden, sich abstützte, die Wirkung eines Kusses bewertete. Irgendwo fiel einer um, gerade in diesem Augenblick als ich es erwähnte, ein Fallen, das nicht mehr zurückkann..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;267&quot; alt=&quot;das2&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Sturznest/images/das2.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kassiererinnen schliefen schon, sie würden es auch morgen tun, sie würden hundert Jahre schlafen, bis jemand käme und sie küsst und sie wissen, dass alles nur ein Traum ist und sie auch im Wachen weiterschlafen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;267&quot; alt=&quot;das3&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Sturznest/images/das3.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bog in eine Gasse, ich brauchte nicht lange zu gehen, um den Geruch von Bratwürstchen und selbstgebrannten Slivovitz wahrzunehmen. &lt;br /&gt;
Ich setzte mich neben einen Alten, der Alte lachte ständig, er muss sehr traurig gewesen sein, denn sonst hätte er nicht so viel gelacht. Er leerte ein Glas nach dem Anderen, kaum war ein Glas leer, schon füllte er es wieder und trank, er trank immer weiter, er bemerkte es nicht mehr, er glaubte vielleicht sogar er würde nicht trinken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;267&quot; alt=&quot;das8&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Sturznest/images/das8.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er nahm mich an der Hand, er berührte mein Kleid, er vergrub seine Augen in mir. Er schwieg die ganze Zeit über und auch ich schwieg. Es gab nur diesen Tanz, den wir berührten, der sich wie ein Schatten um uns drehte. Doch kaum war die Musik zu Ende, da begleitete er mich zu meinem Platz, mein Platz war neben dem Alten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(die fotos wurden gemacht von Jörg Wagner, vielen Dank nochmal)</description>
    <dc:creator>Sturznest</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Sturznest</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-02T03:19:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sturznest.twoday.net/stories/liebstes/">
    <title>Liebstes</title>
    <link>http://sturznest.twoday.net/stories/liebstes/</link>
    <description>lock mich&lt;br /&gt;
denn ich bin ein vogel&lt;br /&gt;
in mir erwachen knospen&lt;br /&gt;
die fallen hinunter&lt;br /&gt;
wenn du schweigst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die reste&lt;br /&gt;
ich verleg sie auf morgen&lt;br /&gt;
was beginnt morgen&lt;br /&gt;
morgen ist eine tür aus der man verlassen wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
morgen das ist oft&lt;br /&gt;
das ist der schnee der&lt;br /&gt;
auf grabsteine wie auf&lt;br /&gt;
liegengelassene pfandflaschen fällt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jacken sinken zu boden&lt;br /&gt;
aus dem boden erwacht&lt;br /&gt;
die nacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich bin der vogel der heimkommt&lt;br /&gt;
der sich auf einem bein heimträgt&lt;br /&gt;
weil er vergessen hat&lt;br /&gt;
dass man fliegen kann</description>
    <dc:creator>Sturznest</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Sturznest</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-29T11:26:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sturznest.twoday.net/stories/bratwuerstchen-und-slivowitz/">
    <title>Bratwürstchen und Slivowitz</title>
    <link>http://sturznest.twoday.net/stories/bratwuerstchen-und-slivowitz/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;166&quot; alt=&quot;bild&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Sturznest/images/bild.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;300&quot; alt=&quot;bild2&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/Sturznest/images/bild2.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Giessener Allgemeine vom 27.10.09)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oder hier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://twitpic.com/n4hjg&quot;&gt;http://twitpic.com/n4hjg&lt;/a&gt;</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Sturznest</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-27T08:20:00Z</dc:date>
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