20
Jan
2007

Mond

ich warte auf den mond
darauf
dass er zur besinnung kommt
darauf
dass er mich berührt in der nacht
wenn ich zahlen zähle statt schafe
wenn ich hinter das licht schaue und sie frage
können lippen eine berührung vergessen

die einfachen fragen stellen
wie steht es mit anne sexton
haben sie sie schon durch
kann man mit einer dichterin und ihren gedichten durch sein
und was ist mit der lavant
mit der christine lavant die wenn sie etwas zu
gertrude stein gesagt hätte
vielleicht gesagt hätte
sie haben recht frau stein, man muss jeden tag ein gedicht machen
um der welt zu entkommen..

die lippen sehen immer gleich aus
nur die entdeckung
auf die entdeckung kommt es an
eukapi - So, 21. Jan, 01:08

auf den mond warten, ist eine ausgefallene tätigkeit. auf den mond warten... also gut. warten wir auf den mond und unterhalten uns derweil über die sexton, die lavant und die stein. der welt entkommen. neinneinnein. das wäre ja schrecklich. der welt verfallen. das schon eher. das geht auch mit gedichten. das geht auch mit täglich einem gedicht. wenn man gedichte dichten kann. ich kann nur worte schmieden. gedichte sind eine kunst für sich. denken sie nicht? die sexton, die lavant und die stein, das ist irgendwie fast zu viel auf einmal. denken sie nicht? aber der mond, ist ihnen das gar nicht aufgefallen, der mond steht schon hoch im zenit! und wir? wir sprechen über die sexton, die lavant und die stein, dabei ist das doch alles... ich meine: der mond! sehen sie nur, der mond... !

Sturznest - So, 21. Jan, 01:18

Wie recht Sie haben, wie vollkommen und dann auch noch recht und wenn ich die Stein lese denke ich wie recht sie hat und dann betrachte ich den Mond und denke, wenn schon die Stein so viel recht hat, wo bin ich, ich bin doch auch noch da oder etwa nicht.? wo bin ich wenn man in den Gedichten der Christine Lavant das ganze Grauen sieht und in den Gedichten der Anne Sexton das nachsichgreifen, sich selber an die Wand stellen und sich tausend Ideen ins Ohr flüstern, wovon am Ende nur eine einzige Lösung bleibt, aber die gehört der Sexton oder der Plath und nein, sie haben nicht recht, es gibt kein zu viel, am Ende schrieben diese drei doch nur für uns, ein bißchen für Sie und ein bißchen für mich, so muss man es sehen und dann kann man sich wieder an seinen Schreibtisch setzen, oder den Mond betrachten. Wir könnten aber auch auf Godot warten wenn Sie das wollen.
Sturznest - Mi, 14. Mai, 23:04

Wie lange ist denn das jetzt her, dass ich von Dir
einen Kommentar bekam :-)
und mittlerweile kommen immer mehr zu,
auch männliche Monde, Pamuk, Rushdie oder
der Herr Esterhazy, es hört nicht auf, es fängt
immer wieder an.
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