19
Mrz
2007

Der Himmel und die Flucht

Fritz:: Hanna, Schnee liegt draussen. Das Feld muß gestreut werden auf...Hanna los....

Hanna: hast Du den Wirsing gewaschen?

Fritz: Pfundig ....morgen gehen wir zu dem Heini der hat frischen Schnaps gebrannt.

Hanna: da gehen wir nicht hin, erst gestern ist dem Pfarrer ganz blind geworden von dem Schnaps. Ich will keinen blinden Mann, ich will nur so eine treulose Seele wie Dich.

Fritz: Deine Worte klingen wie Widerhall, sie sind, lass es mich so ausdrücken, mit schöngefärberter Seide zu vergleichen. Oh hörst Du der Hund wackelt mit den Ohren.

Hanna: Wie kannst Du hören daß der Hund mit den Ohren wackelt, bist du jetzt gänzlich verrückt geworden, der hockt draussen in der Hütten und bellt, grad iss er verstummt, bestimmt hat ihn wieder jemand mit dem Revolver gedroht. Komisch daß so ein Vieh weiß was so ein Revolver ist.

Fritz: Immer wenn er bellt wackelt er mit den Ohren, so ein Hund der hat halt auch einen Verstand, wenn auch einen säuerlichen, wir verstehen den nicht immer.

Hanna: Ach der Hund hat einen Verstand, wie weise du redest, hast heut eigentlich schon gebadet? In letzter Zeit badest gar nicht mehr so oft, Du liebst mich wohl nicht mehr.

Fritz: ach ich liebe dich, wie der Honig sich windet um den Fencheltee, ich lieb dich so sehr wie das Auto was droben aufm Mond steht.

Hanna: Geht das wieder los, dort droben steht kein Auto. Das war amerikanische Propaganda. Die waren insgesamt nur einmal auf dem Mond, alles andere wurde in Hollywood aufgezeichnet.
Fritz: Das glaub ich nicht. Das kann ich nicht glauben. Hör der Hund bellt wieder.

Hanna: Dem Pfarrer hat er gestern ins Knie gebissen und der Heini hat ihm daraufhin Schnaps angeboten, jetzt ist er blind, das iss ne Geschicht.

Fritz: Aber der Schnaps ist genial.

Hanna: Dann geh halt und lass dich beissen.

Fritz: Der beisst mich nicht. Ich haben einen Revolver.

Hanna: Wie lange sind wir jetzt zusammen?

Fritz: In vier Tagen sind drei Tage die wir uns kennen.

Hanna: Und du hast mir nicht gesagt daß Du einen Revolver hast, ja gibts solche Geschichten. Da glaubt man, man lebt mit einem Menschen zusammen und stattdessen ist es ein Revolverheld. Komm küß mich.

Fritz: Aber Hanna.

Hanna: Dann nicht, aber nachher wenn du blind und stinkernd nach Hause kommst werde ich nicht mehr da sein.

Fritz: Aber Hanna warum nicht?

Hanna: Ich bin bei meiner Mutter und erzähl ihr daß du mich erschiessen wolltest.

Fritz: Und was wird sie sagen.

Hanna: Und er hat dich nicht getroffen, wird sie fragen und ich werde sie laut anschauen und vielleicht nach Kanada ziehen, in Kanada kenne ich einen der so ein Lokal hat, dort ziehn sich nicht die Aktuere aus sondern das Publikum.


Fritz: echt und da gehst Du hin?

Hanna: Ja sicher und vielleicht kann ich dort endlich Flöte spielen lernen und überhaupt wird es mir dort sehr schlecht ergehen und dann schicke ich Dir eine Postkarte das an allem Du schuld bist.

Fritz: Was ist das für eine Postkarte?

Hanna: Eine mit so einem Büffel drauf das nach hinten abkippt.

Fritz: Nach hinten?

Hanna: Ja nach hinten und ich werde drauf schreiben, „Du bist gemein“.

Fritz: In deutsch oder englisch

Hanna: Ich lerne kanadisch sprechen

Fritz: Der Hund hat aufgehört zu bellen

Hanna: Oh dann ist jemand gestorben.

Fritz: Warum?

Hanna: Man sagt wenn ein Hund aufhört zu bellen geht irgendwo auf der Welt ein Licht aus.


Fritz: Vergraben wir unsere Scherze.


Hanna: Schiessen wir sie in den Himmel.


Fritz: Wozu in den Himmel?


Hanna: < Ich habe gelesen alle flüchten da hin >


Fritz: Wie dass?


Hanna: Sie bauen sich lange Boote und fahren dort hin


Fritz: Aber sie kommen nicht an.


Hanna: Natürlich kommen sie nicht an, oder hast du schon mal ein Boot am Himmel gesehen.


Fritz: Wo hast Du das gelesen?



Hanna: Bei einer Piratin


Fritz: Heißt sie vielleicht, Godot?


Hanna: Hör auf!
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