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zeilen für raymond queneau
ein dichter erwacht
ganz alt ist er
ganz tief kleben die augen
am rand steht ein geflüster
das will sogleich zu ihm
ein dichter erwacht
er erwacht ganz alt
das ist ein altes erwachen
solch ein erwachen gibt es heute nicht mehr..sagt der dichter
der dichter erwacht
er erwacht aus seinem alter heraus
am rand steht sein geflüster
das sieht er an
das kann er gut erkennen
ein dichter steht auf
seine schritte sind federleicht
das fenster ist auf
der mond belagert die stadt
die zeit aber hält den dichter fern von den zeilen
die zeit ist so oft mit ihm durch die strassen gegangen
auf zehenspitzen oder auf federn
so weich sind die augen wenn sie die tränen bewachen die noch schlafen
diese tränen erkennen ihn manchmal nicht mehr
der dichter schaut aus dem fenster
da ist eine stadt wie sie im buche steht
wie sie in irgendeinem seiner bücher stehen
seine bücher tragen die schatten seiner stadt in die nacht
wenn man sie nicht verliert dauern sie an
der dichter schaut zum mond-der ist ihm nicht fremd
er erkennt die besten stellen und verwechselt sie mit den schlechtesten
der dichter ist jetzt reich an wörtern hat er so viel
dass er wenn über ein kieselstein fällt immer ahnt
jetzt könnte es wieder sätze regnen
sätze die man verlässt; die bleiben; deren schatten wie pfützen hin und her springen
die glauben es sei immer nur ein ort der vergessen wird
der die erinnerung an einen tag; einer minute; festhält
an dem das schweigen von dem schrei eines dichters besiegt wurde
heute ist die dämmerung ein dorf
heute ist das fallen ein gleis
auf dem ein mann auf eine erinnerung wartet
er weiß dass er lange nach ihrem namen rufen kann
sie kehrt nicht wieder um
aber ihre sätze sind da
ihre sätze sind da wie das ein und aussteigen dieser schönen
die in ihren dunklen augen orte kennt
die man nur betrachten darf wenn sie es will
es ist ein leises dauern
dass man den tag einheimst
ihn an sich drückt und ihn nicht mehr vergessen will
diese vielen stunden die immer damit beginnen
dass man sein rasen in die zeilen presst
sie dort liegen lässt wie staubige äpfel die glauben
sie würden noch wachsen
der dichter schweigt
er hat das schweigen jetzt lange genug angesehen
er weiß dass seine lippen nicht mehr ahnen
was einem anderen schnurzpiepegal sein kann (gebärde)
das kreisen um den dichter
der nächtliche spaziergang in die zeilen
immer auf der suche nach einer metapher
als ginge man zum verlegen in den wald
als sei dort der himmel viel breiter als sonst irgendwo
verlassene suchen vergebens diesen ort des verlassens auf
orte die man verläßt begraben das verlassen unter sich
diese nacht im fiebrigen umschwung
der dichter erkennt diese weise
er erkennt sie gut
sein mund gibt einen laut von sich
aber den kann nur der mond verstehen
der kreise in die landschaft zieht
eine karge borstige landschaft
der dichter zählt seine finger
er vergisst die anzahl wieder
nicht dass er sie vermisst
diese anzahl
er würde höchstens das zählen vermissen
wenn er nicht auch das längst vergessen hätte
sein mutloser blick gehört der welt
die einen graben daraus zieht
der dichter weckt das sterben
das heimleuchten eines tödlichen vergessens
er geht mit ihm durch die strassen
verlassene wege
verstaubte erinnerungen
der morgen zerrieben von ein paar pechvögel
solange es die auf der welt noch gibt
kann sich die welt glücklich schätzen
diese momente
wenn aus den augen die letzten worte
der geliebten klimmen
die nicht mehr weiterschreiben kann
bloß ein zittriges
nun machen sies mal gut sie halunke
der geschmack der eitelkeiten
die ihre eigenen worte in sphären schicken
zu denen sie niemals vordringen
die gehen höchstens baden in vertrockneten pfützen
seine zeilen verstehen die eigenen worte manchmal nicht
verlassene orte
ein vergessen dass man nicht verstehen muss
ein dichter erwacht und mit ihm seine worte
um den morgen hell zu machen dafür sind die da
ganz alt ist er
ganz tief kleben die augen
am rand steht ein geflüster
das will sogleich zu ihm
ein dichter erwacht
er erwacht ganz alt
das ist ein altes erwachen
solch ein erwachen gibt es heute nicht mehr..sagt der dichter
der dichter erwacht
er erwacht aus seinem alter heraus
am rand steht sein geflüster
das sieht er an
das kann er gut erkennen
ein dichter steht auf
seine schritte sind federleicht
das fenster ist auf
der mond belagert die stadt
die zeit aber hält den dichter fern von den zeilen
die zeit ist so oft mit ihm durch die strassen gegangen
auf zehenspitzen oder auf federn
so weich sind die augen wenn sie die tränen bewachen die noch schlafen
diese tränen erkennen ihn manchmal nicht mehr
der dichter schaut aus dem fenster
da ist eine stadt wie sie im buche steht
wie sie in irgendeinem seiner bücher stehen
seine bücher tragen die schatten seiner stadt in die nacht
wenn man sie nicht verliert dauern sie an
der dichter schaut zum mond-der ist ihm nicht fremd
er erkennt die besten stellen und verwechselt sie mit den schlechtesten
der dichter ist jetzt reich an wörtern hat er so viel
dass er wenn über ein kieselstein fällt immer ahnt
jetzt könnte es wieder sätze regnen
sätze die man verlässt; die bleiben; deren schatten wie pfützen hin und her springen
die glauben es sei immer nur ein ort der vergessen wird
der die erinnerung an einen tag; einer minute; festhält
an dem das schweigen von dem schrei eines dichters besiegt wurde
heute ist die dämmerung ein dorf
heute ist das fallen ein gleis
auf dem ein mann auf eine erinnerung wartet
er weiß dass er lange nach ihrem namen rufen kann
sie kehrt nicht wieder um
aber ihre sätze sind da
ihre sätze sind da wie das ein und aussteigen dieser schönen
die in ihren dunklen augen orte kennt
die man nur betrachten darf wenn sie es will
es ist ein leises dauern
dass man den tag einheimst
ihn an sich drückt und ihn nicht mehr vergessen will
diese vielen stunden die immer damit beginnen
dass man sein rasen in die zeilen presst
sie dort liegen lässt wie staubige äpfel die glauben
sie würden noch wachsen
der dichter schweigt
er hat das schweigen jetzt lange genug angesehen
er weiß dass seine lippen nicht mehr ahnen
was einem anderen schnurzpiepegal sein kann (gebärde)
das kreisen um den dichter
der nächtliche spaziergang in die zeilen
immer auf der suche nach einer metapher
als ginge man zum verlegen in den wald
als sei dort der himmel viel breiter als sonst irgendwo
verlassene suchen vergebens diesen ort des verlassens auf
orte die man verläßt begraben das verlassen unter sich
diese nacht im fiebrigen umschwung
der dichter erkennt diese weise
er erkennt sie gut
sein mund gibt einen laut von sich
aber den kann nur der mond verstehen
der kreise in die landschaft zieht
eine karge borstige landschaft
der dichter zählt seine finger
er vergisst die anzahl wieder
nicht dass er sie vermisst
diese anzahl
er würde höchstens das zählen vermissen
wenn er nicht auch das längst vergessen hätte
sein mutloser blick gehört der welt
die einen graben daraus zieht
der dichter weckt das sterben
das heimleuchten eines tödlichen vergessens
er geht mit ihm durch die strassen
verlassene wege
verstaubte erinnerungen
der morgen zerrieben von ein paar pechvögel
solange es die auf der welt noch gibt
kann sich die welt glücklich schätzen
diese momente
wenn aus den augen die letzten worte
der geliebten klimmen
die nicht mehr weiterschreiben kann
bloß ein zittriges
nun machen sies mal gut sie halunke
der geschmack der eitelkeiten
die ihre eigenen worte in sphären schicken
zu denen sie niemals vordringen
die gehen höchstens baden in vertrockneten pfützen
seine zeilen verstehen die eigenen worte manchmal nicht
verlassene orte
ein vergessen dass man nicht verstehen muss
ein dichter erwacht und mit ihm seine worte
um den morgen hell zu machen dafür sind die da
Sturznest - Do, 21. Feb, 06:44
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